| Veranstaltung: | 57. Landesjugendkongress |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 7.1 FINTA*-Plätze (zwei Plätze) |
| Antragsteller*in: | Felix Meyer |
| Status: | Angenommen |
| Eingereicht: | 08.05.2026, 23:38 |
B4: Felix Meyer
Bewerbungstext/Selbstvorstellung
27%. Das sind die aktuellen Zustimmungswerte der AfD auf Bundesebene. Damit ist
sie in aktuellen Umfragen stärkste Kraft. Und in den letzten Jahren konnte sie
deutlich weitreichendere Erfolge feiern. Rechte Parolen sind schon lange fest in
der politischen Realität verankert und Forderungen, die vor ein paar Jahren noch
undenkbar schienen, schockieren heute erschreckenderweise kaum noch.
Das hat drastische Konsequenzen. Besonders marginalisierte Gruppen leiden unter
diesem Klima. Die Bundesregierung hat angekündigt den Aktionsplan “Queer leben”
nicht weiterführen zu wollen, Teile der Union forderten in den letzten Monaten
regelmäßig ein Sonderregister für trans- und nicht-binäre Personen und München
soll zur Abschiebehauptstadt Europas aufgerüstet werden.
Parallel dazu fährt die Bundesregierung eine immer weitreichendere Sparpolitik
im sozialen Bereich, wie zuletzt bei der Finanzierung der Psychotherapie und die
Bundeswehr wird immer stärker aufgerüstet.
Viele dieser düsteren Zukunftsaussichten lassen sich auf eine gemeinsame Ursache
zurückführen: ein Wirtschaftssystem, das nicht auf die Bedürfnisse der Menschen
ausgerichtet ist und aufgrund seiner Widersprüche regelmäßig zu Krisen führt.
Dieser Umstand bietet faschistischen Politiker*innen eine ideale Grundlage, ihre
menschenfeindlichen Positionen unter die Leute zu bringen.
Als Verband müssen wir das kritisieren können und wirkmächtige Strategien
dagegen entwickeln. Und genau hier setzt gute Bildungsarbeit an. Wir müssen
zunächst ein Verständnis für diese Prozesse entwickeln. Und zwar gemeinsam.
Workshops und andere Bildungsangebote sollten vor allem Ausgangslage sein, auf
denen wir dann schlagkräftige Positionen aufbauen können.
Gleichzeitig darf unser Anspruch hier nicht enden. Wir dürfen nicht bei dieser
Analyse stehen bleiben, sondern müssen sie als Ausgang dafür nehmen, unsere
Strategien weiterzuentwickeln. Konkret muss Bildungsarbeit immer im Blick
behalten wie wir die Lebensbedingungen für Arbeiter*innen und insbesondere die
Lebensbedingungen für marginalisierte Menschen verbessern können.
Im Rahmen der Bildungsarbeit müssen dabei genau diese Perspektiven verstärkt
werden. Wenn wir wirklich antirassistisch, queerfeministisch und inklusiv sein
wollen, brauchen wir Bildungsangebote, die es ermöglichen sich niederschwellig
mit diesen Themen zu beschäftigen. Auch und gerade wenn wir selbst nicht
betroffen sind.
Ich bin Felix, 19 Jahre alt und freue mich sehr über eure Stimme und die Chance
mich in das Bildungsteam einbringen zu können.
- Kreisverband:
- München
- GJ Vita:
- 2024 Vielfaltsteam GJ München; Dezember 2025 Bildungsteam GJ München; seit März 2026 Beisitzer*in GJ München
- Hobbys:
- Lesen, Astronomie, Fotografie, Podcasts hören
- Instagram:
- @felix180207
